König der Löwen
Über König der Löwen hört man immer nur Gutes und aus diesem Grund und da es das einzige der Musicals in Hamburg ist, das ich noch nicht gesehen habe, wollte ich mir das auf jeden Fall ansehen. Samstag habe ich es dann zusammen mit meiner Mutter besucht.
Das Musical beginnt mit der Anreise von den Landungsbrücken quer über die Elbe zum Theater im Hafen. Sie wird immer als Abenteuer beschrieben, dauert jedoch keine fünf Minuten. Im Theater fanden waren wir dann der Meinung, dass die Einteilung der Preiskategorien nicht ganz optimal ist. Die Preiskategorie eins geht bis zur Reihe 23 und genau dort saßen wir. Vor mir saß ein großer Herr, sodass ich mich immer wieder umsetzen musste um an ihm vorbeizusehen. In der ersten Reihe im Rang sitzt man wahrscheinlich besser. Dann fällt einem im Theater noch auf, dass zwei Percussionisten im Saal untergebracht sein, je einer links und rechts. Durch die Bauform des Theaters wirkt die Bühne leider etwas kleiner als sie ist. Laufen sonst die Seitenwände direkt auf die Bühne zu oder haben nur einen geringen Abstand, ist hier ein großer Abstand zwischen Bühnenrand und Seitenwand.
Das Musical selbst richtet sich nach dem Film. Es gibt ein paar neue Lieder, vor allem afrikanische Einlagen. Von den Darstellern waren wir leider etwas enttäuscht. Rafiki und Scar waren super, der Rest leider guter Durchschnitt. Auch die Instrumentierung war anders als erwartet. Der halbe Orchestergraben bestand aus Synthesizern. So hörte man die Musik hauptsächlich über die Lautsprecher, die in den Höhen (bei den Streichern) nicht ganz so gut klangen.
Unterm Strich muss ich aber sagen, dass es kein schlechtes Musical ist, mir gefallen nur andere doch deutlich besser. Im Film gefällt mir die erste Hälfte nicht uneingeschränkt und genauso war es dann auch im Musical. Wer den Film mag, wird das Musical aber auch mögen.